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IRIS Adlershof
Humboldt-Universität zu Berlin
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12489 Berlin
Germany

Direktor
Prof. Dr. Jürgen P. Rabe
rabeiris-adlershof.de


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AKTUELLES

18.05.2022Eröffnung des AdMaLab im IRIS Adlershof

Am vergangenen Donnerstag, 12. Mai 2022 begrüßten Vertreter des INAM e.V. und der Humboldt-Universität zu Berlin zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik, Forschung und Lehre zur Eröffnungsveranstaltung des Inkubatorenprogramms „AdMaLab – The Berlin Materials and Hardware Lab“ im Forschungsbau des IRIS Adlershof der Humboldt-Universität.

 

Im Rahmen des Förderprogramms „Berlin Startup Stipendium“ hat die Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe dem INAM e.V. und seinen Kooperationspartnern rund 1,1 Millionen EUR zur Verfügung gestellt, um ein auf materialwissenschaftliche Gründungen zugeschnittenes Inkubatorprogramm aufzusetzen.

Zur feierlichen Eröffnungsveranstaltung konnten das AdMaLab-Team um Oliver Hasse, Geschäftsführer des Innovation Network for Advanced Materials (INAM) e.V. und Prof. Dr. Emil List-Kratochvil, stellv. Direktor des IRIS Adlershof und Forschungsgruppenleiter Hybrid Devices als Ehrengäste den Berliner Wirtschafts-Staatssekretär Michael Biel und Prof. Dr. Christoph Schneider, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu Berlin, Vertreterinnen und Vertreter der ersten teilnehmenden Startups sowie zahlreiche internationale Gäste aus Wirtschaft, Forschung, Lehre und Politik im Forschungsbau IRIS Adlershof begrüßen.

In seinem Grußwort betonte Vizepräsident Schneider die Signalwirkung, die das AdMaLab für den Standort Adlershof hat: „Mit dem IRIS werden disziplinäre und sektorielle Zugänge verknüpft und Grundlagenforschung, Wirtschaft sowie Gründerinnen und Gründer unter einem Dach vereint. Als erstes Inkubatoren-Programm für materialwissenschaftliche Startups in Berlin trifft das AdMaLab-Programm den Kern dieses Anliegens. Wir freuen uns dabei sehr über die erfolgversprechende Kooperation von INAM e.V. und Humboldt-Universität“.

Wirtschafts-Staatssekretär Michael Biel betonte die Bedeutung des Programms: „Berlin hat es in den letzten zwei Jahrzehnten geschafft, in der Hauptstadt eines der führenden Startup-Ökosysteme in Europa – und vermutlich sogar darüber hinaus – aufzubauen. Dass sich nicht nur immer mehr Gründerinnen und Gründer in Berlin ansiedeln, sondern auch höchst innovative Programme wie das AdMaLab zu deren Unterstützung entwickeln, ist ein wichtiger Teil dieser Erfolgsgeschichte. Dies gilt umso mehr für den Bereich der Deep-Tech und Hochtechnologie-Startups, die einen essenziellen Beitrag zum Technologie-Transfer zwischen Spitzenforschung und Wirtschaft leisten. Adlershof und die anderen zehn Berliner Zukunftsorte spielen hierfür eine zentrale Rolle. Es ist ein wichtiges Anliegen für den Senat, die Start-ups dauerhaft in der Hauptstadt zu halten und Real-Labore zu stärken, damit neue Entwicklungen auch bei uns am Innovationsstandort Berlin in die Anwendung kommen können."

Dr. Dirk Rohde, Head of Technology Management des Berliner Spezialchemie-Unternehmens Atotech GmbH betonte in seinem Festvortrag einmal mehr die Bedeutung von Startups als Ideenschmiede für die Wirtschaft: „Wir sind dem INAM e.V. beigetreten, um unsere interne FuE um den Input der kreativen Startups zu erweitern, welche außerhalb des manchmal engen Korsetts der kundennahen Produktentwicklung arbeiten. Unser Gründer Ernst Schering, Sohn von Wirtsleuten, startete als Apotheker ins Berufsleben. Mit seinem Unternehmergeist erweiterte er jedoch schnell das klassische Angebot seiner Apotheke. So wie damals bedarf es auch heute der Kreativleistung und Risikobereitschaft junger, forschungsnaher Unternehmerinnen und Unternehmer, um den zukünftigen Herausforderungen unserer Branche besser begegnen zu können.“

Oliver Hasse, Geschäftsführer des INAM e.V. stellte das AdMaLab-Programm, in das mehr als sechs Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit und Entwicklung von High-Tech-Startups geflossen sind, vor: „Mit dem Inkubatorprogramm AdMaLab setzt der Berliner Senat ein starkes Zeichen: ‚analoge‘ Innovationen haben und brauchen ihren Platz im Startup-Eco-System Berlin. Innovative Unternehmensgründer aus dem sogenannten Hardware Deep Tech-Bereich bekommen durch das AdMaLab eine wichtige – vermutlich sogar essenzielle – Unterstützung in der schwierigen Gründungsphase. Es fehlt oft nicht nur Geld, sondern auch Zugang zu Laboratorien zur Produktenwicklung.“

09.05.2022Neue Produktionsmethode für flexible, langlebige Anoden mit hoher Kapazität im Verhältnis zum Gewicht

Ein Team von Forschern der Humboldt-Universität zu Berlin, des Leibniz-Instituts für Polymerforschung Dresden (IPF) e. V. und des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat eine Anode mit überlegener Leistung für tragbare Batterieanwendungen hergestellt, die nahe an die Grenzen der theoretischen Kapazität heranreicht. Einzigartig ist, dass die erhaltenen Anoden flexibel sind, ohne Oberflächenumbau oder Rissbildung, und sie überstehen Hitzeschocks ohne Leistungseinbußen.

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27.04.2022FAIRe Forschungsdaten für die Materialwissenschaften

Die Wirkweise des FAIRmat-Konsortiums (Copyright: FAIRmat)
Das FAIRmat-Konsortium unter Leitung der Humboldt-Universität beschreibt sein Konzept für zugängliche Forschungsdaten im renommierten Fachjournal Nature

Der Lebensstil unserer Gesellschaft wird in hohem Maße von den Errungenschaften der Physik der kondensierten Materie, der Chemie und den Materialwissenschaften bestimmt. Touchscreens, Batterien, Elektronik oder Implantate: Viele neue Produkte in den Bereichen Energie, Umwelt, Gesundheit, Mobilität und Informationstechnik beruhen weitgehend auf verbesserten oder sogar neuartigen Materialien. Die enormen Mengen an Daten, die täglich in diesen Forschungsfeldern produziert werden, stellen einen neuen Rohstoff dar – und sind damit Gold wert. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass diese Daten umfassend charakterisiert werden und der Wissenschaft zur Verfügung stehen.

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06.04.2022WISTA zu Gast bei IRIS Adlershof

Am Dienstag, den 5. April 2022, besuchten die Geschäftsführung sowie der Aufsichtsrat unseres Standortpartners WISTA Management GmbH den neuen Forschungsbau von IRIS Adlershof. Nach einer kurzen Einführung durch IRIS-Direktor Prof. Jürgen P. Rabe gab es eine Führung durch einige Labore des Forschungsbaus. Am Gloveboxcluster des Verbundlabors durften die Gäste selbst Hand anlegen und beim NION-TEM konnten sie einzelne Atome sehen. Besonders die Staatssekretärin für Wissenschaft, Frau Armaghan Naghipour, und der Staatssekretär für Wirtschaft, Herr Michael Biel, zeigten reges Interesse an unserer Forschung.

IRIS-Direktor Jürgen P. Rabe, IRIS Geschäftsführer Nikolai Puhlmann, sowie Dekanin Prof. Caren Tischendorf diskutieren im Verbundlabor des Forschungsbau aktuelle Fragestellungen mit WISTA Geschäftsführer Roland Sillmann sowie den WISTA-Aufsichtsratsmitgliedern.
 
   
Dr. Ligorio gibt am großen Glas­fenster im Foyer des IRIS-For­schungs­baus Ein­blicke in aktuelle Wis­sen­schaft.   StS Armaghan Naghipour treibt an der Glove­box Forschung voran.   StS Michael Biel, StS Armaghan Naghipour und WISTA-Geschäfts­führer Roland Sillmann (v.l.n.r) lassen sich einzelne Atome zeigen.

28.03.2022Michael J. Bojdys: "Wie die Wissenschaftscommunity geflüchteten Wissenschaftler:innen helfen kann"

Allein in den ersten 19 Tagen nach dem Einmarsch in die Ukraine sind 6300 Wissenschaftler:innen ins Ausland geflüchtet. Michael J. Bojdys, Mitglied von IRIS Adlershof, ist seit 2018 Beiratsmitglied der „Young Scientists“ (Junge Wissenschaftler) am Weltwirtschaftsforum. In einem Beitrag dort erklären er und seine Kollegen, wie die Wissenschaftscommunity angesichts der aktuellen Lage in der Ukraine geflüchteten Forschenden helfen und diese unterstützen kann. Sie identifizierten vier Schlüsselbereiche, in denen kooperative Maßnahmen ukrainische Wissenschaftler unterstützen können:

  1. Finanzierungsmöglichkeiten für Forschungsnetze auf individueller und institutioneller Ebene,
  2. Einstellung von gefährdeten Akademikerinnen und Akademiker,
  3. Einstellung von technischem Personal und gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
  4. direkte Zusammenarbeit mit Behörden.
Dies führt er in einem HU-Interview weiter aus.